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07.09.2016

Pressemitteilung des Landesjugendrings


Jens Risse, Vorstandssprecher des Landesjugendring Niedersachsen e.V., und Niedersachsens Sozial- und Jugendministerin Cornelia Rundt weisen mit Blick auf die Kommunalwahl am kommenden Sonntag auf die besonderen Informationsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene hin. Unentschlossene hätten noch ausreichend Zeit, sich über wichtige Themen und Positionen in ihrem Landkreis, ihrer Stadt oder ihrer Gemeinde zu informieren. Beim glüXtest geht es beispielsweise um die Jugendfreundlichkeit der jeweiligen Kommune. „Die Beteiligung junger Menschen ist ein wichtiges Ziel in Niedersachsen - gerade in jungen Jahren können Menschen für politische Prozesse interessiert werden, das stärkt sie in ihrem demokratischen Selbstverständnis“, erklärt Ministerin Cornelia Rundt: „Der glüXtest verdeutlicht ihnen, wie wichtig kommunalpolitische Entscheidungen für die Lebenswelt junger Menschen sind, und dass es sich lohnt, sich damit auseinander zu setzen und zur Wahl zu gehen.“
 
Am 11. September sind alle Niedersächsinnen und Niedersachsen ab 16 Jahren aufgerufen, ihre neuen kommunalen Vertretungen zu wählen. Sie können so mitbestimmen, wer in den kommenden fünf Jahren die Zukunft ihrer Kommune gestaltet. Von den rund 6,5 Millionen Wahlberechtigten ist dies für etwa 300.000 junge Menschen die erste politische Wahl in ihrem Leben. Um jungen Menschen im Wahlkampf eine Stimme zu geben und sie in Kontakt mit Kandidatinnen und Kandidaten zu bringen, hat der Landesjugendring Niedersachsen e.V. (LJR), gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die neXTvote-Kampagne konzipiert. Über unterschiedliche Kampagnenelemente sollen junge Menschen für kommunalpolitische Themen sensibilisiert und in die Lage versetzt werden, ihre Anliegen und Forderungen zu formulieren:

Der glüXtest ist das zentrale Online-Element der landesweiten, vom Sozialministerium geförderten Kampagne „neXTvote — Wir sind GlücksbringerXinnen“. Mit dem glüXtest können junge Menschen aus ganz Niedersachsen bis zur Kommunalwahl online die Jugendfreundlichkeit ihrer Kommune in verschiedenen Kategorien bewerten und sich spielerisch mit kommunalpolitischen Themen auseinandersetzen  – die Ergebnisse diskutieren Jugendliche auf Einladung von Jugendverbänden an vielen Orten Niedersachsens mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern. „Mit der Methode »Auf ein Eis mit...« haben wir ein jugendgerechtes Veranstaltungsformat entwickelt, dass Lust auf Beteiligung macht und Diskussionen auf Augenhöhe ermöglicht“, erläutert LJR-Vorstandssprecher Risse. Der glüXtest ist zu finden auf www.neXTvote.de

Mit dem Positionscheck:Jugend bietet neXTvote zudem allen Wählerinnen die Möglichkeit, sich über die Positionen und jugendpolitischen Ziele der Parteien und Wählerinnen- und Wählerlisten zu informieren. Kreisverbände der Parteien waren aufgefordert, sich zu kommunalpolitischen Themen zu positionieren, die für junge Menschen von besonderer Relevanz sind. So wird eine Informationsgrundlage für die Wahlentscheidung geboten. Noch unentschlossene Wählerinnen können sich hier ein umfangreiches Bild über die Parteien vor Ort machen.

„Mit dem glüXtest und der neXTvote-Kampagne des Landesjugendrings wollen wir junge Menschen ermuntern, sich mit Kommunalpolitik auseinanderzusetzen und dabei herauszufinden, welche wichtigen Entscheidungen auf kommunalpolitischer Ebene getroffen werden, und Anknüpfungspunkte für gelingende Jugendbeteiligung finden“, so Jens Risse vom LJR.
Unterm Strich fallen die von den glüXtest-Teilnehmerinnen und –Teilnehmern für etliche Kommunen ausgestellten Zeugnisse durchwachsen aus. Während z.B. die Beteiligung junger Menschen auf kommunaler Ebene als gerade ausreichend und der Ausbau von freiem W-Lan häufig als unzureichend bewertet werden, wird das Freizeit- und Sportangebot vielfach positiv wahrgenommen.

Schon seit Wochen führen die Jugendverbände und Jugendringe im ganzen Land Veranstaltungen durch, bei denen Jugendliche mit Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien ins Gespräch kommen und diese für die Belange junger Menschen sensibilisieren. „In vielfältigen Veranstaltungsformaten sollen so Diskussionen auf Augenhöhe ermöglicht werden“, so Risse. Der Landesjugendring fordert alle Wahlberechtigten in Niedersachen auf, am kommenden Sonntag wählen zu gehen - besonders natürlich auch die jungen Menschen, für die das die erste Wahl sein wird.