Out off the Box

Hallo! Hier ist unsere kleine Methodenbox, um kleine oder große Methoden mit politischem Schwerpunkt durchzuführen. Bei einigen gibt es digitale Varianten. Schaut gerne rein!

  • Einfach auf die einzelnen Titel klicken, dann öffnet sich die Anleitung.
Zeit: 15 Minuten
Ziel: Einstieg in ein Thema, Auflockerung, Warm-Up für digitale Meetings
Material: keins
Ablauf

Alle Teilnehmenden bekommen 5 Minuten Zeit, um in einer Internetrecherche das für sie lustigste, skurrilste oder bescheuertste Wahlplakat zu finden. Anschließend wird das Bild vom Plakat als Hintergrund für das digitale Meeting eingestellt. Während der Suche schalten alle Teilnehmer*innen ihre Kamera aus. Auf ein Signal aktivieren alle Anwesenden ihre Kamera und schauen sich die Plakate der anderen Teilnehmer*innen an. Jede*r erzählt in kurzen Sätzen, warum genau dieses Plakat ausgewählt worden ist und ob es einen Bezug zur aktuellen Wahl gibt.

Zeit: 20-40 Minuten
Ziel: locker miteinander ins Gespräch kommen, Unsicherheiten abbauen
Material: Blankopapier, Stifte
Ablauf

Jede*r braucht ein DIN A3 Blatt, das in vier gleich große Rechtecke aufgeteilt wird. In jedem Rechteck steht ein Satzanfang, der als Impuls dient. Ein Beispiel: Als ich heute Morgen aufgestanden bin, habe ich gedacht…; Fair heißt für mich…; Unfair in der Politik finde ich…, etc.
Die Moderation legt die Sätze fest und bereitet die Rechtecke im Vorfeld vor. Dabei ist ein Bezug zur Kommunalwahl sinnvoll. Die Teilnehmenden vervollständigen die Sätze. Sind alle mit ihrer „Visitenkarte“ fertig, gehen alle kreuz und quer durcheinander. Die Moderation gibt ein Zeichen und die Teilnehmenden suchen sich eine*n Gesprächspartner*in. Sie tauschen sich zu ihren Visitenkarten aus.
Insgesamt 3-5 Durchgänge

Digitale Variante

Die Teilnehmenden halten einen Papierbogen und Stift bereit. Die Moderation liest die vorgegebenen Satzanfänge vor, die Teilnehmenden vervollständigen die Sätze für sich. Das Durcheinandergehen wird mit ausreichend Breakout-Rooms simuliert, sodass zwei Personen in einem Gespräch sein können. Wechsel werden durch ein Zeitlimit und/oder Ansagen der Moderation bekannt gegeben.

Zeit: 20-40 Minuten
Ziel: Kennenlernen, Beziehung der Einzelnen zum Thema erfahren.
Material: Blankopapier, Stifte
Ablauf

Die Teilnehmenden erstellen in Einzelarbeit Zeichnungen zu einem Thema der Kommunalwahlen. Die Teilnehmer*innen hängen ihre Zeichnungen sichtbar auf. Dann werden die Zeichnungen gemeinsam – aber zügig – besprochen. Folgende Reihenfolge bietet sich an: Fremdinterpretation (Was sehen die anderen?), Eigeninterpretation (Was wollte ich darstellen?), abschließende Diskussion.

Digitale Variante

Variante I: Teilnehmer*innen werden im Vorfeld des digitalen Meetings aufgefordert, eine Zeichnung zu erstellen und diese als Foto zu digitalisieren. Anschließend gibt jede*r ihr*sein Foto als Inhalt frei und die Zeichnungen werden besprochen. Pro Zeichnung gibt es zwei bis drei Fremdeinschätzungen, anschließend wird das Bild selbst beschrieben.
Varinate II: Teilnehmer*innen werden direkt im Meeting dazu aufgefordert, eine Zeichnung anzulegen und diese zu digitalisieren. Pro Zeichnung gibt es zwei bis drei Fremdeinschätzungen, anschließend wird das Bild selbst beschrieben. Es gilt, im Vorfeld die Fähigkeiten im Umgang mit Medien, ebenso die technischen Voraussetzungen abzufragen. Außerdem muss für diese Variante mehr Zeit einberechnet werden.

Zeit: 30-60 Minuten
Ziel: thematischen Einstieg finden
Material: Flipchart-Papier o.ä., verschiedene Stifte
Ablauf

Es werden Kleingruppen gebildet. Jede Gruppe bekommt ein Plakat und den Arbeitsauftrag, einen Lösungsansatz für eine auf Wahlen bezogene Thematik zu entwickeln und zu bewerben. Der Fokus für diese Plakat-Aktion sollte allgemein auf Wahlen gelegt werden. Die Kleingruppen überlegen sich, ob sie sich als Akteure der Kommunal-, Bundestags-, Landtagswahlen oder als Bürgerbewegung oder -initiative verstehen und entwerfen dementsprechend ihre Plakate. Gemeinsam ist allen, dass die zentrale Aussage auf dem Plakat zum Ausdruck kommt. Die Botschaft muss also auf ihren Kern konzentriert und für andere interessant aufbereitet und dargestellt werden. Hierzu kann z.B. auch das Verwenden von Symbolen beitragen. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit werden dann in der Rolle eines Akteurs vorgestellt und diskutiert. Man kann auch hinterher abstimmen lassen, welche Plakate den Teilnehmenden am besten gefallen haben.

Tipp

Als Einstimmung für diese Übung kann man z.B. gelungene oder skurrile Wahlplakate vorstellen. Für das Gelingen der Plakat-Aktion kann es zudem hilfreich sein, mit den Teilnehmenden vorab zu diskutieren, was ihrer Meinung nach ein gutes Plakat ausmacht.

Zeit: 20-30 Minuten
Ziel: Annäherung an ein Thema, Impuls für inhaltliche Diskussion, Sichtbarmachen von Wahrnehmungen der Teilnehmenden
Material: Stühle
Ablauf

Es werden zwei Stuhlkreise gebildet: Ein innerer und ein äußerer. Die Personen im inneren und im äußeren Stuhlkreis sitzen sich gegenüber und schauen sich an. Moderator*innen werfen nun Begriffe bzw. Fragestellungen ein, die in einem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Thema des Workshops stehen (z.B. beim Thema Wahlen: Umweltschutz, Mobilität, Wahlalter, etc.). Die Personen im inneren Stuhlkreis äußern nun ihre Assoziationen zu diesem Begriff (keine ganzen Sätze!), die von der ihnen gegenübersitzenden Person im äußeren Stuhlkreis auf einer Karteikarte festgehalten werden (pro Assoziation eine Karte). Bevor die Moderator*innen den nächsten Begriff in die Runde werfen, gehen alle Personen im inneren Kreis einen Stuhl weiter. Jetzt wird der nächste Begriff gestellt. Diesmal äußern die Teilnehmenden aus dem äußeren Kreis ihre Assoziationen, die dann von den Teilnehmenden im Innenkreis aufgeschrieben werden. Hinterher werden die Karteikarten an eine Stellwand gepinnt. Anschließend werden die genannten Assoziationen „geclustert“, also nach ihrem Sinnzusammenhang geordnet.

Digitale Variante

Es werden halb so viele Breakout-Rooms wie Teilnehmer*innen erstellt. Wichtig ist, dass die Räume nummeriert (1,2,3,4,5) sind und jede*r zwischen den Räumen selbstständig wechseln kann. Anschließend werden die Teilnehmenden durch Abzählen (1…2…1…2 usw.) in „inneren und äußeren Kreis“ geteilt und auf die Räume paarweise aufgeteilt, sodass jeweils aus Gruppe 1 und 2 eine Person zusammenfinden (ggf. kann die Moderation auch eine Zuweisung machen). Anschließend wird der Begriff für die erste Runde verkündet. Die Person 1 nennt Person 2 ihre Assoziationen und 2 schreibt diese beispielsweise auf ein digitales Whiteboard (Miro etc.). Anschließend wechselt Person 1 in den nächsthöheren Raum (die Person im höchsten Raum wechselt in Raum 1), sodass ein Kreislauf entsteht. Anschließend kann wie oben verfahren werden. Abschließend können Begriffe im Whiteboard „geclustert“ werden.

Vielleicht kommt in nächster Zeit die ein oder andere Methode noch hinzu.

:)