14.03.2017

Jugendpolitische Forderungen zur Landtagswahlen 2018 beschlossen

Auf der 40. Vollversammlung des Landesjugendring Niedersachsen e.V. haben die Delegierten die jugendpolitischen Forderungen zur Landtagswahl am 14.01.2018 beschlossen. Darin fordern die Jugendverbände das Land Niedersachsen auf, Jugendpolitik als eigenständiges Politikfeld zu etablieren und seine Gesamtverantwortung für die Jugendarbeit wahrzunehmen.

Beteiligung

Junge Menschen müssen an allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Daher fordert der Landesjugendring die Einführung eines Jugendchors und die Absenkung des Wahlalters bei Kommunal- und Landtagswahlen auf 14 Jahre.

Bildung

Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher und politischer Teilhabe und damit ein wesentlicher Faktor bei der Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut. Dafür fordern die niedersächsischen Jugendverbände ein gleichberechtigt und konstruktive Zusammenarbeit aller Bildungsträger, eine Lehrmittelfreiheit an Schulen und und die Schaffung eines qualitativ hochwertigen Angebots an Ausbildungsplätzen.

Förderung und Struktur

Junge Menschen brauchen die besten Startchancen in die Gesellschaft. Daher darf bei Ausgaben für Kinder und Jugendliche nicht gespart werden. Konkret fordert der Landesjugendring, die Bildungsmittel für Jugendarbeit um mindestens 2.000.000€ zu erhöhen.

Ehrenamtliches Engagement

 

Damit ehrenamtliches Engagement möglich wird, bedarf es grundlegender Rahmenbedingungen. So ist eine professionelle Unterstützung für Ehrenamtliche bei einer zunehmenden Komplexität der jugendlichen Lebenswelt immer wichtiger. Die Jugendverbände fordern dafür eine wirksamere Unterstützung, bspw. in Form von Regionalstellen für ehrenamtliches Engagement oder besseren Freistellungsmöglichkeiten für Schüler-innen, Auszubildende, Studierende und Arbeitnehemer-innen.

Vielfalt

 

Vielfalt bereichert und prägt das Zusammenleben in der Gesellschaft. Vielfalt muss daher als Chance gesehen werden. Dafür bedarf es einer efekiven Unterstützung von Migrant-inn-enselbstorganisationen, ausreichende Fördermittel und einem aktiven Engagement gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und rechte Hetze.

Digitale Gesellschaft

Die Chancen der Digitalisierung müssen genutzt und die Rahmenbedingungen konstruktiv gestaltet werden. Ein flächendeckender Zugang zu schnellem Internet ist dafür unerlässlich.

Lebenswelten

Das Land Niedersachsen muss auch zukünftig ein attraktiver Lebensort für junge Menschen sein. Die Jugendverbände fordern die Landesregierung auf, gleiche Lebensbedingungen für ein jugendgerechtes Aufwachsen für alle jungen Menschen zu gewährleisten.