Ursula Ernst
(CDU-MdL)
Marktstraße 19
31191 Algermissen
Wahlkreis
22 - Sarstedt/Bad Salzdtf.
Telefon
05126/1534
Fax
Website
www.ursulaernst.de
Meine Positionen
Bedeutung der Jugendarbeit
Welche Rolle und Bedeutung schreiben Sie der Jugendarbeit in den kommenden Jahren zu? Wo sehen Sie besondere Herausforderungen für die Jugendarbeit?
Ø Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Familien
Ø Vermeidung von Sucht
Ø Prävention von Jugendgewalt und Extremismus
Anerkennung Ehrenamt
Wie wollen Sie das Ehrenamt in der Jugendarbeit zukünftig besonders anerkennen?
Berührungspunkte
Welche Erfahrungen haben Sie persönlich in der Jugendarbeit (z.B. als Teilnehmer-in oder Jugendleiter-in)?
Herausforderungen für das Bildungssystem
Wo sehen Sie die zentralen Herausforderungen für das niedersächsische Bildungssystem?
Wichtig ist dabei die frühzeitige Sprachförderung in den Kindertagesstätten und die weitere Verzahnung der Kindergärten mit den Grundschulen. Für einen möglichst einfachen Übergang vom Kindergarten in die Schulzeit sollen schon im Kindergarten verstärkt altersgerechte Lernangebote gemacht werden, z.B. der spielerische Umgang mit einer Fremdsprache.
Nur ein begabungsgerechtes, differenziertes und gegliedertes Schulwesen sichert ein qualitativ hochwertiges und wohnortnahes Schulangebot. Gerade im ländlichen Raum müssen Haupt- und Realschulen dazu noch mehr Möglichkeiten der Zusammenarbeit erhalten. Das eigenständige Profil der zusammenarbeitenden Schulen muss dabei aber bewahrt bleiben. Auch muss die Qualitätsentwicklung der Schulen durch die „Eigenverantwortliche Schule“ fortgesetzt werden.
Besondere Herausforderungen im Bildungsbereich liegen darin, allen Jugendlichen die Chance auf ihren Platz in der Berufswelt von morgen zu eröffnen und rechtzeitig Jugendarbeitslosigkeit vorzubeugen. Wir wollen, dass jeder ausbildungsfähige- und willige Jugendliche einen Ausbildungsplatz erhalten kann.
Dazu gehört, dass wir das duale Ausbildungssystem zukunftsfähig machen und Nachfolgeangebote für das 2009 auslaufende Berufsgrundschuljahr BGJ an den Berufsfachschulen organisieren. Wir benötigen noch mehr individuelle Unterstützung für Jugendliche, um sie nach ihren Begabungen zu fördern und zu jedem einem Ausbildungsplatzangebot zu verhelfen.
Die niedersächsischen Hochschulen benötigen Planungssicherheit und müssen im internationalen Wettbewerb der Hochschul- und Forschungsstandorte konkurrenzfähig gehalten werden: Wichtig ist, dass der Zukunftsvertrag des Landes mit den Hochschulen über das Jahr 2010 hinaus um mindestens fünf Jahre verlängert wird. Auch die Fortsetzung des Hochschulpaktes 2020 zwischen Bund und Ländern über das Jahr 2010 ist erforderlich.
Die Rahmenbedingungen von Wissenschaft und Forschung müssen weiter verbessert werden. Dazu gehört der Aufbau weiterer Forschungsnetze an Fachhochschulen, die Stärkung der Forschung durch Schwerpunktbildung sowie die Förderung weiterer Projekte der Kooperation von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.
Die Erwachsenen- und Weiterbildung muss noch stärker vernetzt und erweitert werden. Zu diesem Zweck unterstützt die CDU eine Plattform mit Namen „Offene Hochschule“ Niedersachsen, die landesweit die Fach- und Hochschulen, sowie die Träger der Erwachsen- und Weiterbildung vernetzen und diese Zusammenarbeit qualifiziert auf- und auszubauen wird.
Unter dem Motto „Qualifizierung – ein Leben lang“ setzt sich die CDU in Niedersachsen in Abstimmung mit den Gewerkschaften und den Arbeitgebern für eine Qualifizierungsoffensive für Arbeitnehmer ins Leben, die eine kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben ermöglicht.
konkretes Ziel
Welches konkrete bildungspolitische Ziel möchten Sie als Landtagsabgeordnete-r als erstes angehen und wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?
Ganztagsschule
Welche konkreten Schwierigkeiten sehen Sie zurzeit bei der Kooperation von (Ganztags)Schulen mit Jugendverbänden? Wie wollen Sie hier Abhilfe schaffen?
Schritte gegen Kinderarmut
Welche konkreten Schritte gegen Kinderarmut in Niedersachsen wollen Sie daher als erstes in Angriff nehmen?
Im Jahr 2007 wurde beispielsweise mit dem Programm „Familie mit Zukunft’’ die Betreuung unter Dreijähriger gefördert und die frühkindliche Bildung gestärkt. Das mit 100 Millionen Euro geförderte Programm diene zudem der Vernetzung der Betreuungsangebote.
Im Zusammenhang mit Kinderarmut stehe auch der Kinderschutz. Deshalb haben sich die Fraktionen von CDU und FDP auf ihrer Haushaltsklausurtagung im Februar 2007 dafür entschieden, rund 620.000 Euro zusätzlich für Maßnahmen zum Kinderschutz bereitzustellen.
Um unsere bisher gute Arbeit auch in Zukunft fortzusetzen, werden wir nächstes Jahr unter anderem eine Veranstaltung zum Thema ‚Kinderschutz und Kinderarmut’ mit verschiedenen Experten durchführen.
Obwohl Armut ein immer größer werdendes Problem darstellt, ist Niedersachsen sozial immer noch ausgeglichener als die Bundesrepublik insgesamt. Die Armutsquote in Niedersachsen lag nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik im Jahr 2005 bei 14,9 Prozent der Bevölkerung, im Bundesgebiet bei 15,1 Prozent.
Besondere Förderung
Bei welcher Gruppe von „jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf” halten Sie eine stärkere Förderung für besonders notwendig? Wie sollte diese aussehen?
Auch die Integration Jugendlicher mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt hat für mich einen hohen Stellenwert. Die Begleitung der Jugendlichen mit Behinderungen dabei sowie der Ausbau von mehr Arbeitsplätzen in Behindertenwerkstätten ist eine wichtige Aufgabe der Träger der Jugendarbeit.
Eine stärkere Förderung ist umso wichtiger, je geringer die schulischen Qualifikationen und Möglichkeiten der jungen Menschen sind. Ihnen muss besonders geholfen werden, ihren Platz im Ausbildungs- und Erwerbsleben zu finden. Das Land bietet hier aktive Hilfe durch die Förderung der 44 Pro-Aktiv-Centren. Auch leisten die geförderten Jugendwerkstätten einen erheblichen Beitrag. Besonders die Verknüpfung von Schule und Jugendhilfe ist ein wichtiger Baustein für besonders förderungsbedürftige Jugendliche. Hier unterstützt das Land mit den Niedersächsischen Kooperations- und Bildungsprojekten (NiKo) diese Jugendlichen aktiv.


