Meine Positionen
Bedeutung der Jugendarbeit
Welche Rolle und Bedeutung schreiben Sie der Jugendarbeit in den kommenden Jahren zu? Wo sehen Sie besondere Herausforderungen für die Jugendarbeit?
Jugendarbeit ist wichtig und notwendig, um Kindern und Jugendlichen die Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen zu ermöglichen. So lernen sie, ihr Leben in der Gemeinschaft selbstbestimmt zu gestalten. Die besondere Herausforderung besteht darin, auch Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien stärker zu erreichen und sie bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen.
Anerkennung Ehrenamt
Wie wollen Sie das Ehrenamt in der Jugendarbeit zukünftig besonders anerkennen?
Indem den Ehrenamtlichen durch gute Bildungsangebote die Möglichkeit gegeben wird, ihre Arbeit zu professionalisieren. Zudem muss die Wiedereinführung der Erstattung von Verdienstausfällen geprüft und ehrenamtliches Engagement bei Studiengebühren berücksichtigt werden.
Berührungspunkte
Welche Erfahrungen haben Sie persönlich in der Jugendarbeit (z.B. als Teilnehmer-in oder Jugendleiter-in)?
Ich habe keine persönlichen Erfahrungen in der Jugendarbeit.
Herausforderungen für das Bildungssystem
Wo sehen Sie die zentralen Herausforderungen für das niedersächsische Bildungssystem?
Die zentrale Herauforderung wird es auch in Zukunft bleiben, aus den PISA-Studien zu lernen, also alle Kinder mit ihren individuellen Fähigkeiten zu fördern und das deutsche Schulsystem sozial durchlässiger zu gestalten.
konkretes Ziel
Welches konkrete bildungspolitische Ziel möchten Sie als Landtagsabgeordnete-r als erstes angehen und wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?
Wir setzen uns für eine "Neue Schule" ein, in der alle Kinder bis zur 9. Klasse in eine gemeinsame Schule gehen. Unser Modell gibt allen SchülerInnen die gleichen Chancen und fördert ihre individuellen Talente.
Um auch den Zugang zu Hochschulen allen offen zu halten, unabhängig vom Einkommen der Eltern, müssen die Studiengebühren wieder abgeschafft werden.
Ganztagsschule
Welche konkreten Schwierigkeiten sehen Sie zurzeit bei der Kooperation von (Ganztags)Schulen mit Jugendverbänden? Wie wollen Sie hier Abhilfe schaffen?
Bislang sind die Nachmittagsnagebote überwiegend freiwillig, so dass wenig Verbindlichkeit und Verlässlichkeit herrscht. Das erschwert das Arbeiten in einem zusammenhängenden pädagogischen Konzept. Zudem ist die finanzielle Ausstattung der Schulen für die Ganztagsangebote unzureichend. Dadurch ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern schwierig.
Es müssen verlässliche, verbindliche Angebote und eine ausreichende Finanzierung der Ganztagsangebote gewährleistet werden.
Schritte gegen Kinderarmut
Welche konkreten Schritte gegen Kinderarmut in Niedersachsen wollen Sie daher als erstes in Angriff nehmen?
Auch Kinder aus sozial Schwachen Familien müssen ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Die Umsetzung des kostenfreien Kitajahres und eine Überarbeitung der Regelungen zur Lernmittelfreiheit sind dabei Schritte in die richtige Richtung. Zudem fordern wir die Einrichtung eines kostenlosen Mittagstisches in Kitas und Schulen für die betroffenen Kinder.
Die Hartz IV-Regelsätze bedürfen einer angemessenen Korrektur nach oben, um gerade den Kindern ein gesundes Leben mit guten Startchancen zu ermöglichen.
Besondere Förderung
Bei welcher Gruppe von „jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf” halten Sie eine stärkere Förderung für besonders notwendig? Wie sollte diese aussehen?
Ich denke nicht, dass wir eine Gruppe besonders hervorheben sollten und müssten. Viel wichtiger ist es, sicher zu stellen, dass auch wirklich all die jungen Menschen, die einen besonderen Förderbedarf aufweisen, ausreichende Förderung erhalten. Dies sollte überwiegend in den Kitas und Schulen stattfinden – gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ohne derartige Probleme. Dort Bedarf es ausreichend ausgebildeter Fachkräfte, die individuell auf jedes einzelne Kind und jeden einzelnen Jugendlichen eingehen können.