Wird jetzt alles besser?
Jetzt wollen wir von euch wissen, ob sich bislang etwas verändert hat und wie ihr euch eine Beteiligung wünscht. Deshalb: Log dich einfach mit deinem Voting Code ein und beantworte die 3 Fragen! Wenn du noch keinen Voting-Code hast, kannst du dir einfach einen per E-Mail zusenden lassen!
Eine Teilnahme am Voting war bis zum 11.02.2007möglich. Jetzt sind die Ergebnisse online:
Jugend-Beteiligung: Besserung ist nicht in Sicht
Fünf Monate nach den Kommunalwahlen und dem großen Online-Voting „Jung und glücklich in Niedersachsen?” haben sich die Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche nach deren Meinung noch nicht verbessert.
Das Online-Voting hatte katastrophale Beurteilungen auf die Frage „Wie beurteilst du die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen?” ergeben, auch gaben die knapp 4.000 Jugendlichen den Kommunalpolitiker-inne-n schlechte Noten, als gefragt wurde, ob die Wünsche der Jugendlichen denn ernst genommen würden.
Aus diesem Grund wollte es der Landesjugendring Niedersachsen jetzt noch einmal wissen: Im Rahmen des ersten neXTvotings wurden die etwa 2.600 Jugendlichen, die bei dem Online-Voting ihre E-Mail-Adresse eingetragen hatten, nun noch einmal zu diesem Thema befragt. Vom 01. bis 11.02.2007 hatten sie die Möglichkeit, auf www.nextvote.de drei Fragen zu dem Thema zu beantworten – etwa 200 Jugendliche nahmen teil – und hier sind nun die Ergebnisse:
Ernst genommen werden Jugendliche noch immer nicht
Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen konnten bislang keine Veränderung feststellen – sie fühlen sich immer noch genauso stark (oder wenig) ernst genommen wie vor einem halben Jahr: 76% bescheinigten keine Veränderungen auf die Frage „Hast du den Eindruck, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen heute in deiner Kommune von Politiker-inne-n ernster genommen werden als vor einem halben Jahr?”. Immerhin 15% sahen leichte Verbesserungen, 9% fühlten sich weniger oder sogar viel weniger ernst genommen als vor der Kommunalwahl.
Projektbezogene Beteiligung wird stark gewünscht
Dass Jugendliche mitreden und mitmachen wollen, zeigen die Antworten auf die zweite Frage: 58% der Jugendlichen würden gerne in konkreten Projekten, wie zum Beispiel einer Zukunftswerkstatt, mitarbeiten. Dieselbe Anzahl an Jugendlichen wünscht sich Aktionen im Rahmen des Schulunterrichts, dicht gefolgt von dem Wunsch, an Veranstaltungen zu einzelnen Themen, wie z.B. einem Jugendforum, teilzunehmen.
Auf wenig Interesse bei den Jugendlichen stieß hingegen die Jugendsprechstunde beim/bei der Bürgermeister-in (33%) und die Bürgerfragestunde in der Ratssitzung (22%).
Vor allem bei Freizeitangeboten ist Beteiligung gewünscht
Die dritte und letzte Frage schließlich lautete: „Bei was für Themen würdest du gerne mitreden und mitentscheiden?”. Die Favoriten der Jugendlichen sind im Bereich der Freizeitmöglichkeiten zu finden: Bei allgemeinen Freizeitmöglichkeiten wünschen sich 66% eine Beteiligungsmöglichkeit, beim (Um-)Bau von Spiel- und Jugendaktionsplätzen 60% und bei jugendkulturellen Angeboten sind es 59%. Ebenfalls hoch im Kurs: Der Wunsch, bei der Vergabe von Geldern für die Jugendarbeit mitmischen zu können (59%). Weniger stark ist das Interesse, bei der Verkehrs- (26%) oder Stadtplanung (25%) beteiligt zu werden.
Und zum Schluss noch etwas Statistik
Von den 197 Teilnehmer-inne-n sind 106 männlich und 91 weiblich, das Durchschnittsalter liegt bei 19 Jahren. 126 Teilnehmer-innen sind zwischen 12 und 18 Jahren alt, 60 Teilnehmer-innen sind 19-27 Jahre alt.
Das sind neXTvotings
Zukünftig soll es etwa alle 2 Monate ein „neXTvoting” auf www.neXTvote.de geben. Dabei werden jeweils nur 3-5 Fragen gestellt, die sich mit einem aktuellen Thema aus Jugendpolitik oder Lifestyle befassen. Wenn ihr Ideen habt und neugierig seid, was Jugendliche zu einem bestimmten Thema denken, dann schickt uns eine E-Mail – vielleicht können wir eure Anregung ja im nächsten Voting aufgreifen.




